Journalismus Praktika
Wer sich für ein Studium der Journalistik entscheidet, muss auch ein Praktikum an die Ausbildung anschließen. Schon während des Studiums wird ein Praktikum erforderlich sein. Zu Zeiten des Diploms wurde dem Praktikum ein ganzes Semester gewidmet, im Bachelor-Studiengang ist die Zeit deutlich reduziert worden. Allerdings schauen spätere Arbeitgeber sehr genau darauf, ob ein Bewerber bereits praktische Erfahrungen sammeln konnte oder ob er als völliger Theoretiker einsteigen möchte. Nun ist es möglich, in den Semesterferien in die Praxis hineinzuschnuppern und zum Beispiel bei der lokalen Tageszeitung eine Praktikumsstelle zu besetzen. Die Stellen sind aber rar gesät und eine rechtzeitige Bewerbung ist unbedingt erforderlich. Das gilt auch für die Volontariatsstellen, die ebenfalls sehr dünn gesät sind.
Auf eine Stelle kommen teilweise mehrere hundert Bewerber - da ist nicht nur Schnelligkeit bei der Bewerbung angesagt, sondern es kommt auch auf das Vorwissen und die Fachkenntnis an. Im Praktikum dann werden alle Fähigkeiten vermittelt, die im täglichen Leben in einem bestimmten Ressort vonnöten sind. DAs beinhaltet nicht nur das Verfassen von Beiträgen, die später in gedruckter Form erscheinen, es wird auch alles vermittelt, was zum Beispiel zum Entstehen eines Radiospots notwendig ist. Natürlich gehören auch so banale Tätigkeiten wie das Ablegen von Aktennotizen dazu. Der Volontär soll einen Eindruck über alle Tätigkeiten bekommen, die er später einmal ausführen muss und die in einer Redaktion nötig sind.
Die Tätigkeiten im Praktikum, was in der Regel mindestens sechs Monate dauert (die Volontariatsstellen sind teilweise sogar auf zwei Jahre festgesetzt) sind verschieden und richten sich in erster Linie nach der Art des Mediums, in dem das Praktikum absolviert wird. Übrigens ist das Besetzen einer Volontärsstelle keine Garantie dafür, auch übernommen zu werden. Feste Stellen gibt es kaum und auch diejenigen, die sehr viele praktische Zeiten hinter sich haben, müssen damit rechnen, als Freiberufler ihr Brot verdienen zu müssen.