Investigativer Journalismus
Im investigativen Journalismus ist eine direkt und unkritische Veröffentlichung von Informationen nicht ohne Weiteres möglich. Vilemehr geht der Veröffentlichung eine ausführliche und gewissenhafte Recherche voraus. Ehe Neuigkeiten durch den investigativen Journalismus an die Öffentlichkeit gebracht werden, müssen sie hieb- und stichfest sein, ansonsten kann dies das Ende der Karriere des Journalisten bedeuten, im schlimmsten Fall bekommt er sogar noch eine Anzeige wegen Verleumdung. Der Grund ist, dass die Themen, die im investigativen Journalismus behandelt werden, meist skandalöser Natur sind. Nicht umsonst wird diese Form des Journalismus im Deutschen auch häufig als Enthüllungsjournalismus bezeichnet. Die Themen stammen aus Politik und Wirtschaft. Ein sehr bekanntes Beispiel des investigativen Journalismus dürfte die Watergate-Affäre in den USA sein.
Einige Reporter sind nicht nur einfache Berichterstatter, sondern sie werden als Vierte Gewalt des Staates bezeichnet. Sie kontrollieren die Staatsorgane und übernehmen so eine sehr wichtige Funktion in der Gesellschaft. Auch die Wirtschaftskonzerne in einer Demokratie werden durch die Journalisten in Augenschein genommen. Unter der Bezeichnung Enthüllungsjournalismus werden aber in der Regel die Verfehlungen der Promis behandelt, daher gilt diese Form eigentlich nicht dem investigativen Journalismus zugehörig, sondern gehört eher in die Boulevardpresse.
Reporter, die sich dem investigativen Journalismus verschrieben haben, müssen hohe Ansprüche an Durchhaltevermögen und Können beweisen, sie müssen den richtigen „Biss“ haben. Dazu brauchen sie natürlich den richtigen Riecher, wenn es darum geht, einen Skandal aufzudecken. Sie müssen das Fehlverhalten der Personen erahnen können und dann das Durchhaltevermögen zeigen, die Fehler auch zu beweisen. Ansonsten kann es passieren, dass sie zu früh aufgeben und eine Verfehlung vorlag, diese aber nicht an die Öffentlichkeit gelangt und so nicht geahndet wird. Beißen sie sich hingegen an einer unhaltbaren Sache fest, so tritt der oben erwähnte Fall ein und sie können ihren Job an den Nagel hängen. Meist bekommt ein solcher Reporter keinen Fuß mehr in die Branche.